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Als bevorzugte Technik nutze ich das archäologische Verfahren der Papierabformung.
Objekte der Kunst- und Kulturgeschichte, die sich am Rande unserer Wahrnehmung befinden, möchte ich auf diese Weise wieder „sichtbar“ machen.
Bei der Abformung gibt es wie in der Fotografie und im Unterschied zu Malerei und Plastik einen notwendig realen Ausgangspunkt, eine Verbindung von Realität und Vergangenheit, die in der Abformung sichtbar bleibt.
Am Beginn der Arbeit steht die Auswahl des originalen Objektes. Es erhält eine dünne „Haut“ aus feuchten Papierbögen, die ihm nach der Trocknung wieder abgezogen wird.
Ähnlich wie bei der Fotografie bleibt die Oberfläche als Abbild zurück.
Die Haut zeigt die Präsenz des abgeformten Originals und gleichzeitig seine offensichtliche Abwesenheit in der Abformung, die nur leere Hülle ist und an die stattgefundene Berührung erinnert.
Form und Größe des Originals werden erhalten, sein beständiges Material wird in vergängliches übersetzt und meist schwebend und scheinbar schwerelos präsentiert.
Ich suche gegenwärtig nach Möglichkeiten, um die Abformungen In meinen Installationen unterschiedlich zu formieren, zu bündeln und zu konzentrieren, um ihnen eine neue Qualität zu verleihen.